Du versündigst dich, ich kenn keine heilige Mutter Gottes. Nadine juchzt Huch! Huch! und Huch und Huch! und wieder Huch! und ich seh plötzlich ihr Eisesgesicht schmelzen, glücklich und selig wie ein Vögelchen, wie ein Mädelchen im Obstbaum: Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein' Schuh, bringt ein Gruß von meinem Liebsten, der Liebste, der bist du! Und all ihre gefrorenen Gefühle strömen aus ihr heraus, das Fruchtwasser läuft ihr an den Schenkeln herab, diese Schaukel ist wahrhaftig der beste Psychotrip von ganz New York!

Wir sausten zurück und es treibt uns so weit und so hoch über New York, daß ich lotrecht in die Canyons vom Broadway, von der Pine Street und der Wall Street gucken kann, ahhhhh, schrei ich wie King Kong auf dem Empire State Building, ahhhhhhh, es reißt mir das Brett beinahe unterm Hintern weg. Huch, hoch, huch, schreit Nadine ... und steht auf. Steht auf?

Steht auf. Spitzt ihr Mündchen, drückt mir ein Küßchen auf die Wange, kalt wie Flüssiggas, hebt ihr rechtes Händchen höher ans Seil, zieht sich hoch, stellt sich auf das Schaukelbrett und beginnt, während wir wieder Toms Penthouse entgegenrauschen, mich mit ihrer linken Hand in den Haaren zu zausen. Heilige Mutter Gottes, stöhn ich.